„Ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte„

Rezension von Brinif31

Zaras Vater starb bei einem Motorradunfall. 

Später erfährt sie jedoch, dass sie nicht nur von ihrer Mutter, sondern auch von nahen Bekannten belogen wurde. 

Ihr Vater lebt und auf der Beerdigung wurde lediglich die Motorradjacke von Zaras Vater beerdigt. 

Zum Verbleiben ihres Vaters schweigen alle und sie hat nur den Hinweis, dass sich ihr Vater im Damaskus aufhalten muss. 

Also begibt sie sich alleine auf die Reise und versucht mit verschiedenen Hinweisen Licht ins dunkle zu bringen. 

Zaras Reise hat mich wirklich zutiefst beeindruckt. 

Ich selbst bin eigentlich ein sehr schneller Leser, aber Zaras Reise in den nahen Osten musste ich wirklich in Ruhe lesen, um alle Eindrücke genießen und wie ein Schwamm aufsaugen zu können. 

Auf Zaras Suche nach ihrem Vater begegnet sie so vielen, wundervollen Menschen und muss sich mit den kulturellen Unterschieden auseinandersetzen. 

Ich bin gedanklich mit Zara durch die Straßen gegangen, habe die unerträgliche Hitze gespürt und Gerüche von fernen Ländern und Kulturen in der Nase gehabt. (Ich hoffe, man versteht wie ich das meine). Der Schreibstil ist wirklich bildhaft und vor allem lebhaft dargestellt. 

Ich wusste zu keinem Zeitpunkt wo die Reise hinführt und auch mit dem Ausgang der Geschichte habe ich nicht gerechnet. Das hat mich tatsächlich sehr berührt und ich habe mit Zara mitgefühlt. 

Wer das Buch liest, sollte sich wirklich Zeit nehmen und alles auf sich wirken lassen. Man wird auf jeden Fall belohnt. 

Pressemeldung

Der neue Roman „Der Doppel-Schreier“ von Lisei Luftvogel: Eine packende Reise durch den Nahen Osten, auf der Suche nach Wahrheit, Identität und Vergebung

Die Autorin Lisei Luftvogel veröffentlicht ihren neuesten Roman „Der Doppel-Schreier“, der Leser*innen in die faszinierende und komplexe Welt des Nahen Ostens entführt. Mit tiefgehenden Einblicken in historische Ereignisse und kulturelle Zusammenhänge bietet dieses Buch ein einzigartiges Leseerlebnis, das sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist.

Lisei Luftvogel, 1971 im Ruhrgebiet geboren, bringt mit ihrem neuen Roman „Der Doppel-Schreier“ eine Erzählung auf den Markt, die im Frühjahr und Sommer 2008 spielt, sowie mit Erinnerungen aus den 70er und 80er Jahren bestückt ist. Der Roman führt die Leser*innen nach Berlin, Pisa, Damaskus und Beirut und behandelt Themen wie den Kalten Krieg, den Nahostkonflikt, linken Terrorismus, kulturelle Missverständnisse und ideologische Blendungen.

Die Geschichte folgt der Protagonistin Zara, die nach dem vermeintlichen Tod ihres Vaters durch einen Motorradunfall in Indien im Jahr 1985 erfährt, dass dieser noch lebt. Ihre Suche nach der Wahrheit führt sie durch die labyrinthischen Gassen der Altstadt von Damaskus bis in die Berge des Libanons. Auf dieser spannenden Reise wird Zara mit der komplexen Vergangenheit ihres Vaters konfrontiert und muss sich den Herausforderungen ihrer eigenen Identität und Familiengeschichte stellen.


Warum sollte man das Buch lesen?

  • Kulturelles Verständnis: Der Roman bietet Einblicke in die Kulturen und politischen Konflikte des Nahen Ostens.
  • Historische Bildung: Leser erhalten Kenntnisse über den Kalten Krieg und den Nahostkonflikt.
  • Emotionale Tiefe: Die komplexen Charaktere ermöglichen ein tiefes Eintauchen in menschliche Emotionen.
  • Spannung und Abenteuer: Die Suche nach Zaras Vater hält die Spannung aufrecht und sorgt für ein aufregendes Leseerlebnis.
  • Erweiterung des Horizonts: Das Buch fördert ein besseres Verständnis für verschiedene Lebensweisen und Weltanschauungen.
  • Familiendynamiken: Leser reflektieren über ihre eigenen Familienbande und -konflikte.
  • Selbstreflexion: Zaras Reise inspiriert zur Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte.
  • Sprachliche Schönheit: Die bildhafte Sprache des Buches bietet ein ästhetisches Leseerlebnis, der Lokalkolorit wirkt sinnlich und inspirierend.
  • Bildung über Ideologien: Verständnis der Mechanismen und Gefahren extremistischer Denkmuster.
  • Zwischenmenschliche Beziehungen: Einblick in die Kraft von Liebe und Freundschaft in schwierigen Zeiten.

Über die Autorin:

Lisei Luftvogel, geboren in Essen und aufgewachsen in der linksalternativen Szene, hat eine bewegte Vergangenheit. Bereits als Kind reiste sie durch Europa und erlernte zahlreiche Sprachen. Ihre akademische Laufbahn führte sie nach Perugia, wo sie Philosophie, Anthropologie und Assyrisch-Babylonisch studierte, und später nach Venedig, wo sie Arabisch und Jiddisch lernte. Ihre Reisen nach Syrien und in den Libanon, ihre Studien von Autobiografien und sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschungen, sowie ihre Erfahrungen in der linken Alternativszene ihrer Eltern prägen ihre tiefgründigen und vielschichtigen Erzählungen.

Luftvogel lebt seit über zwanzig Jahren in Ferrara, wo sie als Deutsch- und Feldenkrais-Lehrerin tätig ist. Ihre umfassenden Kenntnisse und persönlichen Erfahrungen spiegeln sich in ihren literarischen Werken wider. „Der Doppel-Schreier“ ist eine Synthese ihrer lebenslangen Beobachtungen und Recherchen zu politischen und kulturellen Konflikten.


Schlusswort:

„Der Doppel-Schreier“ ist ein Muss für jeden Leser, der sich für die historische und kulturelle Komplexität des Nahen Ostens interessiert. Mit einer fesselnden Handlung, emotionaler Tiefe und reichhaltigen Charakterentwicklungen hinterlässt dieses Buch bei den Leser*innen einen bleibenden Eindruck.


Der Doppelschreier erscheint am 25.Juni bei Tredition.

Als Hardcover und als E-Book überall im Buchhandel erhältlich.