Hallo liebe Leute, das ist die erste Lesung meines Debütromans Anti. Meine erste Lesung überhaupt. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich wohne seit über dreißig Jahren in Italien und die letzten zwanzig hat es mich hier in die Po-Region verschlagen. Ja, ich weiß, meinen Ruhrgebietsakzent hört man selbst nach all den Jahren noch heraus. Gerne würde ich auch in Deutschland lesen, interessante Fragen beantworten, diskutieren. Ich werde weitere Videos drehen. Ich würde mich über Fragen oder Anmerkungen zu meinem Roman oder auch zu dem Video freuen. Im nächsten Video würde ich dann die Fragen beantworten und auf Anmerkungen eingehen.
Schöne Grüße vom Po, Lisei Luftvogel
P.S. Als ich mit meinen Eltern das erste Mal im Bulli nach Italien reiste, wir kamen gerade die Berge herunter in die Ebene und fuhren über eine Brücke, da sagte mein Vater: „Kinder, das ist der Po.“ Mein Bruder und ich brüllten los vor Lachen und versteckten dabei unsere Gesichter in die Kissen.
Bald wird mein erster Roman erscheinen. Er spielt im Ruhrgebiet der siebziger Jahre, genauer gesagt in Katernberg. Wollt ihr mit auf Majas Abenteuer gehen? Dann macht Euch bereit.
„We don’t need no education. We don’t need no thought control. No dark sarcasm in the classroom. Teacher, leave them kids alone.“ (Pink Floyd)
Auflage: 1
ISBN: 978-3-347-87791-7
Veröffentlichungsdatum: 01.05.2023
Von Lisei Luftvogel
Sprache: Deutsch
Buchtyp: Hardcover
Seiten: 120
Ruhrgebiet, siebziger Jahre. Anti ist ein wichtiges Wort für die Ich-Erzählerin Maja, Anti wie antiautoritär, wie Anti-Atomkraft oder wie Antifaschisten. Der Roman handelt von ihrer Kindheit. Sie erlebt eine Welt voller Widersprüche, Schikanen und zu überwindender Hürden: Mobbing in der Schule und auf der Straße, das Fortleben von Krieg und Faschismus in Zeitungen und aufgeschnappten Gesprächsfetzen. Auf der anderen Seite der alternative Lebensentwurf ihrer Eltern Dora und Dieter, die gegen patriarchale Gesellschaftsstrukturen aufbegehren und in einer offenen Beziehung leben, mal getrennt und mal zusammen. Maja identifiziert sich mit diesem nonkonformistischen Modell und verteidigt ihre Ansichten gegen die herrschende Meinung, gegen ihre Lehrerin und gegen die anderen Kinder und Erwachsenen. Sie leidet aber auch unter dem Außenseiterdasein und erlebt es als Gewalt. Dieselbe Gewalt, die auch die Gastarbeiterkinder ertragen müssen.
Die Erzählung setzt ein, als Dora vor kurzem mit Majas kleinem Bruder Jo in eine Kommune nach Bochum gezogen ist. Zuhause in der Sozialwohnung ist Maja mit Dieter zurückgeblieben. Der antiautoritäre Kinderhort ist Majas zweites Zuhause und besonders im Villenviertel so verrufen wie eine Banditenkneipe. Im Hort „drucken“ die Kinder ihr Geld selbst und imitieren eine Zentralbank. Dabei parodieren sie den Kapitalismus, ohne es zu verstehen oder auch nur zu beabsichtigen.
Als die Gewalt auf der Straße unerträglich wird, beschließen Maja und Aljoscha, dass sie sich wehren müssen. Sie fassen einen Plan und führen ihn gegen die Widerstände der Erwachsenen durch.